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AMERON Swiss Mountain Hotel Davos

Wie wäre es denn mit einem Wochenende in einem Bike Hotel? Als die Einladung vom AMERON Swiss Mountain Hotel Davos in meinem elektronischen Briefkasten landet, denke ich zunächst an einen freundlichen Irrläufer.

Ich und ein Bike Hotel? Wo doch meine Live-Experience der letzten drei Jahre aus einer gemütlichen Spazierfahrt durch den Stanley Park von Vancouver bestand und ansonsten jede noch so kleine Strecke von mir mit dem Auto angefahren wird. Doch das beiliegende Programm sollte mich schonend auf dieses für mich einzigartige Erlebnis vorbereiten und das AMERON in Davos ist natürlich nicht irgendein Bike-Hotel für Radsportler, sondern auch perfekt ausgestattet für Wellness- und Sportbegeisterte, die aktiv durch den Tag und kulinarisch durch den Abend gebracht werden wollen.

Als Gastgeber Ingo Schlösser mich in der alpinen Lobby begrüßt, staune ich erst einmal nicht schlecht, denn das 148 Zimmer große Haus ist gespickt voller Skulpturen, Fotografien und Scherenschnitte, die es zu einem kleinen Kunstmuseum in der höchstgelegenen Stadt Europas machen. Rein zufällig gleitet mein Blick auf ein ultra-modernes Carbon-Rad, welches mich ein wenig provozierend aus einer Ecke heraus anstarrt, fast wie ein Stier, der sagt: „Komm schon Freundchen, ich gebe dir keine 10 Meter“. Ingo Schlösser spürt meine inneren Zweifel und schickt mich zum Warmwerden zunächst mit seiner Vertriebsleiterin Jill auf eine Wanderung zur Schaukäserei Clavadeleralp.

Wandern kann ich und in etwa 30 Minuten erreicht man von der Mittelstation der Jakobshornbahn auch besagte Käserei, die ihren 64 Kühen im Sommer rund 10 Tonnen Alpkäse abverlangt.

Pro Tag sind das etwa 19 Käse, die mindestens 8 Wochen hier oben vor sich hin reifen und Anfang August offiziell freigegeben werden. Ganz so lang brauche ich dann doch nicht warten, bis die Schmankerlplatte gespickt mit diversen Käsesorten, Schinken und Salami auf meinem Tisch landet. Schinken? Klar, denn Almschweine gibt’s hier schließlich auch, die sich am süßen Käse-Sud erfreuen und innerhalb der Sommersaison von 0 auf 100 Kg anwachsen.

Nach so viel Cheese und Weißwein läuft es sich bequem bergab, denn die Jakobshornbahn ist längst schon im Feierabend, wie auch ich nur wenige Stunden später.

Tag 2 und es sollte ein geschichtsträchtiger Morgen werden, da zum allerersten Mal in meiner kurzen Radsportkarriere ein Downhill-Event auf dem Programm steht. Die Spannung steht mir ins Gesicht geschrieben. Keine Sprüche, keine dummen Witze, nur unfassbares Kopfschütteln bezüglich Fahrgerät und Ausrüstung. Knieschoner habe ich zuletzt beim Rollhockey in den 80er Jahren getragen, einen Helm beim „raften“ in Utah.

Sicher reiner Touristenfasching denke ich amüsiert, doch unser Guide, die Franzi, stolziert in Komplettmontur aus ihrem Bike-Shop und schickt uns erst mal zur Übungsrunde auf einen Parkplatz. Bremsen, schalten, Kurven fahren und bloß nicht mit dem Hintern auf dem Sattel landen. Downhill wird schließlich sportlich im „Stehen“ absolviert und mit der nötigen Balance sollte das alles kein Problem sein, sagt die Franzi. Danach heißt es rein in die Gondel und ab ins Hochgebirge, denn unten ist für Anfänger und oben wartet schließlich das große Abenteuer.

Doch macht euch keine Sorgen, sagt die Franzi, wir fangen ganz locker mit einem einfachen Trail an, was für Genießer und Ungeübte. Klasse, denke ich mir, die Franzi hat ein gutes Auge für den Mitmenschen, doch nach der ersten Kurve Schotterweg, reißt´s mich fast vom Sattel, so dass die nächsten Meter mehr gegangen und gestanden als gefahren werden. Macht nichts, sagt die Franzi, aller Anfang ist schwer, drum üben wir ein paar Kurven und „Dips“ auf einem sogenannten Technik-Trail, der einspurig und mit deutlichem Gefälle talabwärts daherkommt.

Die Bremsen können gar nicht so schnell reagieren, wie ich sie bediene und das auch noch falsch, denn zwei Finger sind mindestens einer zu viel an der Greifzange. Die Folge: Ein Sturz aus dem Stand ins Gebüsch. „Hast du dir was getan“ fragt die angehende Ärztin Franzi, worauf ich tapfer und hoch motiviert mit einem: „Jetzt ist Schluss, ich schieb das Ding nach unten“ reagiere. „Papperlapapp, du brauchst mehr Übung im Gelände“ folgt die Antwort und ich lerne eine Rechtskurve, die ich perfekt stehe, aber leider immer noch nicht fahre, so dass ich fortan mit Begeisterung den breiten Schotterweg nach unten düse und die Trails den Profis überlasse.

Zurück im Hotel, werden erst einmal die Wunden gepflegt und der Wellnessbereich zu meinem zweiten Zuhause erklärt, schließlich verfügt das AMERON über den längsten Hotelpool in Davos und ganz nebenbei auch noch über die größte Gin-Bar, doch die steht erst später auf dem Programm.

Ich kann wirklich verstehen warum sich Schauspieler wie Leonardo di Caprio, George Clooney oder Mr. Kanada Justin Trudeau hier während des Weltwirtschaftsforums extrem zu Hause fühlen, denn die schicken Zimmer im modernen Alpin-Style blicken alle in die Graubündner Bergwelt und die vier Restaurants bieten vom 6-gängigen Fine Dining bis zum Original Schweizer Fondue alle Gaumenfreuden an, die man sich vorstellen kann.

Da macht die Maispoulardenbrust heute Abend keine Ausnahme und der Belsazar Tonic prickelt als „Drink of the Day“ den letzten Kratzer vom Biking einfach hinfort. Ich sitze mit Sales Managerin Jill auf einen letzten Absacker an der Bar und bespreche die morgige Tour, die mich vom Weissfluhjoch zur Parsennhütte bis nach Klosters tragen soll.

„Danach nimmst du einfach die Bahn und bist wieder bei uns in Davos. Und das Tolle, alle Gondeln und Zugfahrten sind für Hotelgäste kostenlos“ erklärt mir Jill und fragt, ob sie mich Morgen noch mit einem Lunchpaket ausstatten soll. Full-Service bis ins letzte Detail, das ist das AMERON in Davos und wer auch nur ein wenig Talent fürs „Biken“ oder im Winter zum Skifahren hat, der wird den Aufenthalt hier nicht vergessen.

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung des AMERON Swiss Mountain Hotel in Davos und der tollen Organisation von Stromberger PR in München.

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