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Chalet Mirabell, Meran

Ein guter Tag beginnt mit Schampus und Pralinen. So jedenfalls sieht das Familie Reiterer, die mich in ihrem Chalet Mirabell bei Meran fürstlich verwöhnt. An der „live cooking station“ werden zum Frühstück frische Crêpes sowie diverse Eierspeisen in Echtzeit zubereitet. Das es auch Weißwürste mit Brezen, locker 10 verschiedene Semmelgattungen oder schottischen Wildlachs gibt, versteht sich fast von selbst.

Nach diesem opulenten Start, möchte man das Hotel eigentlich gar nicht erst verlassen.

Muss man auch nicht. Der sensationelle Wellnessbereich glänzt mit einem nahtlosen Indoor- geht-über-in-Outdoorpool, der natürlich, trotz frühlingshafter 20 Grad, angenehm beheizt ist und genüsslich vor sich hinblubbert. Anfang April wird dann sogar noch mit einem 25 Meter Sunset-Pool nachgelegt. Also endlich auch Ortler-Blick direkt vom Wasser.

Hatte mich ja eh schon gewundert, warum ich diesen Giganten nur beim Abendessen bewundern darf. Das dann auch noch ein Premium Spa draufgesetzt wird, lässt den Anspruch von Christine und Michael Reiterer schnell deutlich werden. „The Spirit of Meran“ heißt das Credo vom Mirabell und das drückt die Atmosphäre des Hauses mehr als eindrucksvoll aus. Es gibt so viele wunderbare Ecken zum Sitzen, Genießen, Chillen und Fotografieren, dass man tatsächlich meint, der Zauber von Meran ist in diesen Wänden eingefangen.

Die Begrüßung an der Rezeption ist so herzlich wie die Region und während man auf der eigenen Check-In Terrasse seinen Prosecco schlürft und Südtiroler Speck genießt, werden die Koffer bereits aufs Zimmer getragen. Wobei der Ausdruck Zimmer fast eine Frechheit ist, denn ich residiere im Garden Love Chalet.

Das sind nicht weniger als 65 Quadratmeter feinster Alpin-Schick, mit Ambient-Kamin, begehbarer Erlebnisdusche (das Erlebnis ist ein Wasserfall, der auf Knopfdruck sanft das Haupt streichelt) sowie einem eigenen Whirlpool auf der Terrasse. Freunde, jetzt mal ganz ehrlich: ein eigener Jacuzzi? Also nichts wie rein. Doch der Schock hätte kaum größer sein können. Wie ein gekochter Hummer siede ich im 45 Grad heißen Wasser. Nur meine müden Knochen verhindern, dass ich nicht mit einem dreifachen Lutz auf den Fliesen lande. Mein Vorgänger muss direkt aus der Antarktis heimgekehrt sein.

Vor 11 Jahren mit nur 16 Zimmern gestartet ist das Mirabell mittlerweile bei guten 70 Zimmern am vorläufigen Ende der Expansionspläne angelangt. Von jetzt an zählt nur noch Qualität und die spürt man auch beim Abendessen. 5 Gänge werden heute kredenzt und die Tagliata vom Rind sowie Topfeneis auf Sachertörtchen muss man erstmal so hinbekommen.

Kein Wunder, dass sich Hotelhund Moritz hier wohlfühlt und eine Lamaherde noch schnell zum Sonnenuntergang vorbeischaut.

„All In“ und das an einem einzigen Tag. Da verzichte ich glatt auf die Ausflugs-Empfehlung Knottnkino und verabschiede mich aus der Region mit einem Abstecher zum 60 Kilometer entfernten Karersee. Mit einem genießerischen Lächeln lasse ich den Blick über die gezackten Gipfel der Latemar-Gruppe kreisen und denke an die wunderbare Zeit im Mirabell zurück.

Hier findet ihr meinen Ausflug ins Latemar Gebirge

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