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Dorfhotel Beludei, Santa Christina

Man mag es kaum glauben, aber auch Blogger lesen Blogs und so schickte mich Dolomiracles auf eine unvergessliche Reise nach Santa Christina in Südtirol. Hier liegt auf einer Anhöhe, das wirklich einzigartige Dorfhotel Beludei. „Komm vorbei, das musst du dir anschauen“ schwärmt Gastgeber Luis Schenk bereits am Telefon und seine Begrüßung vor Ort fällt entsprechend herzlich aus.

Er steht im Stile eines „Night Managers“ selbst an der Rezeption und versprüht diesen Südtiroler-Charme, dem man sich unmöglich entziehen kann. Luis hätte genauso gut „Willkommen zu Hause“ sagen können, so jedenfalls präsentiert sich die Junior Suite, die eine wunderbare Kombination aus Holz, offenem Mauerwerk und großflächigen Fliesen ist.

Alles sorgfältig ausgewählte Materialien aus der Region und genug Raum, um sein Leben hier zu verbringen. Ein großzügiges Schlafzimmer mit gemütlicher Sitzecke, ein Ankleideraum, ein wunderschönes Bad und eine Terrasse mit Traumblick auf den Langkofel.

„Das Haus habe ich im Dezember 2014 eröffnet“ berichtet ein sichtlich stolzer Hotelbesitzer, der damals gerade einmal 25 Lenze zählte. Studiert hat Luis BWL in Bozen und London, um danach direkt ins „eiskalte“ Wasser einzutauchen. „Ich hatte von Nichts eine Ahnung und musste mich plötzlich um die Einstellung des gesamten Personals kümmern oder umso scheinbar triviale Dinge wie die Wartung der Staubsaugeranlage“.

Gerade mal 24 wunderschöne Zimmer zählt das Dorfhotel und wartet direkt mit einer Besonderheit auf. „Der architektonisch kniffligste Teil war der Wellnessbereich. Dieser sollte bewusst nicht im Keller verschwinden, sondern wanderte mit Schwimmbad in den dritten und Entspannungsraum mit Whirlpool in den obersten, vierten Stock“. Abgerundet wird die Wohlfühloase durch eine finnische Sauna und ein türkisches Bad.

Was Luis besonders happy macht, ist nicht nur die sehr gute Auslastung, sondern insbesondere die Zufriedenheit seiner Gäste, die seit Eröffnung jedes Jahr wieder einbuchen. Und so bilden sich persönliche Bande, die der Gastgeber hegt und pflegt. Luis wohnt selbst auch im Hotel, aber verzichtet selbst auf großen Luxus. „Kleiner wie dein Zimmer“ grinst er mir entgegen. In der Saison hat der Tag nicht weniger als 16 Stunden. „Ich fange morgens meist um 8 Uhr an und bin der letzte der abends das Licht ausmacht und das über 8 Monate im Jahr“. Mittlerweile gönnt er sich dann aber doch für 1-2 Stunden am Tag eine Auszeit, um joggen zu gehen oder einfach mal ein Buch zu lesen. Und er reist tatsächlich sehr gerne und nutzt die geschlossenen Monate, um ferne Länder wie Australien oder China zu entdecken. Dabei wohnt er mitten im Paradies und hat sogleich ein paar Tipps für mich. Im Winter Sellaronda mit dem unvermeidlichen Lagazuoi und im Sommer die Tour über den Col Raiser auf die Seceda.

Doch dieser Bericht wäre nicht annähernd vollkommen, würde ich die sensationelle Küche unterschlagen. Was da über 4-Gänge meinen Teller touchiert, kratzt eindeutig am Micheln Stern. Zucchini Julienne mit Trüffel, Heimisches Rinderfilet mit Kräuterseitlingen und Topinamburpüree und zum Abschießen eine Erdbeerjoghurtsphäre. Keine weiteren Fragen und Wünsche.

Und dann noch schnell auf die Sellaronda? Nein, diesmal nicht.

Die Sonne knallt mit 16 Grad auf die letzten Schneereste der Seiser Alm und ich genieße die Einsamkeit am Skilift. Die meisten Wintersportler sind bereits abgereist und genießen den heimischen Frühling. Entsprechend fährt es sich wie auf eingeweichtem Kuchen-Baiser und bringt mir den inneren Frieden, dass jetzt gut ist mit Skifahren. Möge die Wandersaison beginnen!

Hier mein Bericht zur Seiser Alm im Winter.

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