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Sonnhof Alpendorf, St. Johann im Pongau

Eine Anleitung zum Müßiggang liegt in jedem Zimmer und ist zugleich der praktische Ratgeber für die nächsten Tage im Hotel Sonnhof Alpendorf in St. Johann. „Das Buch von Tom Hodgkinson soll unsere Gäste auf Genuss, Gelassenheit und Entspannung einstimmen“ erzählt mir Julia Höllwart, die gemeinsam mit ihren zwei Geschwistern, der Mama und dem Papa dieses Familienhotel in dritter Generation führt.

Die letzten Sonnenstrahlen eines viel zu heißen Frühlingstages spiegeln sich in Julias Gesicht wieder, während sie sich um die Gäste auf der Veranda kümmert und stolz dem Bruder beim Musik auflegen zuschaut: „Schon als Kinder haben wir im Hotel geholfen, das steckt bei uns einfach in den Genen“ erzählt die 27-jährige, die seit einem Jahr zurück ist, vom Studium und diversen Auslandsaufenthalten.

Schweiz, Spanien, Australien waren großartig, doch ausgerechnet in Bayern hat es ihr am besten gefallen, da sie hier jede Menge Inspiration für den Sonnhof mitnehmen konnte. So ist der 4-Sterne Superior Herberge mittlerweile auch der Wechsel vom Familienhaus zu einem „adults preferred“-Hotel geglückt, welches sich primär auf Paare und gute Freundinnen im Entspannungsmodus spezialisiert hat.

„Unsere Gäste lieben diese Ruhe hier im Hotel“ verspricht mir Julia und zuckt leicht zusammen, da ihr Bruder gerade wieder den Übergang zwischen zwei Songs zelebriert und die gut besuchte Terrasse in Après-Ski-Stimmung versetzt. „Außer heute natürlich, da ist Chicken Beats“ grinst sie fröhlich, denn die Kombination aus DJ-Set und Hendl kommt nicht nur bei den Gästen, sondern auch den Einheimischen gut an.

Und ganz ehrlich, ich habe selten so knusprige Hendl gegessen, so dass ich Julia umgehend empfehle, mit dem Chicken-Brater zur nächsten Wiesn aufzukreuzen. Das wirklich Besondere am Sonnhof ist jedoch die Lage direkt an der Skipiste und so verschiebe ich meinen Müßiggang auf den Nachmittag und widme mich ein weiteres Mal dem Skiverbund amadé, der 25 Orte und 760 Pistenkilometer miteinander vereint.

Ganz so viel braucht es an diesem sonnigen Tag erst gar nicht, denn das Thermometer kratzt bereits an der 20-Grad-Marke und der Schnee wird spätestens ab „Eins“ recht sulzig. Dennoch muss ich den Skimeistern in Alpendorf, Wagrain und Flachau Respekt zollen. Es fährt sich noch erstaunlich gut im Frühling der Salzburger Sportwelt. Zudem ist gar nicht so viel los an den Liftanlagen, die hier, mit ihren flauschigen Polstersesseln, deutlich auf Champions League Niveau spielen, auch wenn die Sitzheizung heute gar nicht nötig gewesen wäre.

Ich hangele mich vom 1.755 Meter hohen Hirschkogel hinüber zum Sonntagskogel und gönne mir dann sogar die 6-minütige Fahrt mit der Pendelbahn G-Link, die die zwei Ski- und Wanderberge Grafenberg & Grießenkareck miteinander verbindet. Fast schon grob fahrlässig, dass ich nur auf das 3-Stunden-Ticket gesetzt habe, denn an Vielseitigkeit fehlt es dem Skigebiet hier keineswegs.

Doch Ski-in und -out hat natürlich herzlich wenig mit einem Müßiggang zu tun, so dass ich mit der Fahrt in den Skikeller des Sonnhof, augenblicklich auf Wellness-Modus schalte und mir eine der zahlreichen Liegen auf der Sonnenwiese kralle.

Danach folgt der Sprung in den lauwarmen Outdoor-Pool (ganzjährig 32 Grad!) und die pure Entspannung im 1.200 m² großen COCOON Spa. Fehlt jetzt eigentlich nur noch die hoch gepriesene Verwöhn-Kulinarik, die sich in Form eines opulenten 5-Gang-Dinners präsentiert und mit gegrilltem Wildlachs, Karotten-Passionsfrucht-Süppchen und Maronen-Parfait auf Heidelbeeren einige Highlights im Angebot hat.

Ein schöner Tag geht zu Ende, um von einem weiteren gefolgt zu werden, denn als ich am nächsten Morgen die Vorhänge meines Deluxe-Zimmers öffne, stechen die schneebedeckten Alpengipfel erneut in einen stahlblauen Himmel. Direkt nach Hause fahren oder nach dem Schlemmerfrühstück noch ein letztes Mal auf die Piste? Die Antwort könnt ihr euch sicherlich denken.

Dieser Artikel entstand auf Einladung des Hotel Sonnhof Alpendorf. Mein Dank gilt dabei der wunderbaren Gastfreundschaft der Familie Höllwart.

Noch mehr Skifahren auf sonnigen Pisten gibt es in meinem Reisebericht über die berühmte Riffelalp in Zermatt.

 

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