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Holzhotel Forsthofalm, Leogang

Kein Auto kommt mir auf dieser einsamen Straße hinauf zur Forsthofalm entgegen. Die mächtigen Tannen tragen tonnenweise Schnee und beugen sich gewaltig unter dem eisigen Griff des Winters, der in diesem Jahr besonders gnadenlos zuschlägt. Es ist bereits 19.00 Uhr und ich möchte nicht zu spät kommen, denn schließlich werde ich erwartet. Bereits die Anfahrt über die einspurige Staub- und Geröllpiste ist etwas Besonderes und wäre heuer noch Winter, würde sie mich sofort an den Stephen King Klassiker „The Shining“ erinnern. Doch wir verzeichnen tropische 26 Grad Celsius an einem Frühsommer-Abend, das Hotel ist nicht das Stanley in Colorado und hinter dem Empfang steht nicht Jack Nicholson, sondern kein Geringerer als Maik Röbekamp, der Guest Relation Manager im Holzhotel Forsthofalm.

Wir sind auf über 1.000 Meter Höhe und folglich nach Alpen-Knigge bereits „per Du“, was die Führung durch eines der seltenen „Voll-aus-Holz-Hotels“ direkt zu einer sehr persönlichen Zeitreise macht. Im Jahr 1972 bestand der gesamte Komplex lediglich aus einer Almhütte, die warme Mahlzeiten und Getränke für die wenigen Skifahrer im Angebot hatte.

Ein paar Gästezimmer gab es schon, doch erst mit dem Anbau im Jahr 2008 und dem Ausbau in 2013 wurden der kleinen Alm mächtige Flügel verliehen, die sich in Form von 55 Zimmern und Suiten sowie einem gnadenlos schönen SPA-Bereich zeigen. Das Besondere ist dabei natürlich das Material: Nicht nur Wände und Decken sind aus Holz, sondern auch die Verarbeitungsmaterialien wie zum Beispiel die Buchenholzdübel.  „So ein Holzhotel kostet locker 50 % mehr wie herkömmliche Beton-, Holz- und Granitlösungen. Dafür schläfst du aber wie ein Murmeltier“ prophezeit mir Maik Röbekamp und führt mich durch mehrere Zimmer bis zum Finale furiosum, der Secret Forest Suite, mit ihrem frei schwebenden Bett samt Kamin und Panoramabalkon. „Am Anfang hing das Bett wirklich nur an den vier Seilen, doch den Gästen ist aufgrund der ständigen Bewegung immer schlecht geworden. Wir haben es jetzt fixiert und seitdem schlafen alle wieder selig und zufrieden“.

Eigentlich könnte ich mich direkt hineinlegen, doch natürlich wartet im Restaurant KUKKA bereits ein 5-Gänge-Menü mit allerlei Spezialitäten aus der Region auf mich. Vorspeise vom Grill, schmeckt ausgezeichnet. Brokkoli- Cremesüppchen, warum nicht?! Die Lammkeulen, ja Wahnsinn. Das Mango Baiser. Bringt mir besser zwei! Jetzt noch eine Käseplatte? Ich platze.

Was für ein Abend in dieser traumhaften Kulisse zwischen den Leoganger Gras- und Steinbergen, wo man von der Panoramaterrasse im Sommer den Kühen beim Grasen und im Winter den Skifahrern beim Wedeln zuschauen kann. Möge jetzt nur noch das Holz mit mir sein und für entsprechend süße Träume sorgen.

Der Duft von frischgebackenem Brot strömt in meine Nase und gibt das Signal zum Aufbruch. Raus aus dem Holzbett und rein ins Frühstücksparadies. Hier wird alles frisch gemacht, von der Semmel bis zum Schlemmer-Omelette samt Lachs und Bircher Müsli. Und bevor ich unterzuckert in meine heutige Wanderung gehe, lasse ich mir einfach noch eine heiße Waffel/Crêpe-Kombination in der Pfanne zubereiten. Man weiß nie, denn die heutige Tour ist eine Empfehlung von Maik und führt mich zum Spielbergtörl und dem Zwischenziel Lindlalm.

Etwa 1 Stunde geht man einen recht breiten Wanderweg hinauf bis auf 1.500 Meter Höhe, immer verfolgt von der ein oder anderen Kuhherde, die mein blau-glitzerndes Hemd ins Visier genommen hat. Bloß nicht tief in die Augen schauen, was nicht immer klappt, so dass der ein oder andere Tempowechsel bis hin zum Vollsprint auf dem Programm steht. Mit der Querung zur Scheltaualm (über einen leicht zugewachsenen Pfad) beende ich den kurzen Ausflug und kehre zum Parkplatz am Schaubergwerk zurück. Mein Fazit: Eine kleine nette Tour, die jedoch keinen echten Superlativ verbuchen kann, doch dafür ist ja schließlich auch der Pool- und SPA-Bereichs im 3. Obergeschoss der Forsthofalm verantwortlich.

Auf dem Dach befindet sich eine riesige Entspannungslandschaft aus Sonnenbetten, Schaukeln und Liegen, die sich um den wunderschön beheizten Außenpool gruppiert. Im Inneren warten zudem eine Fitnessarea mit Laufbändern (sollen sie doch warten ;-)) sowie 2 Saunen (60 und 90 Grad), ein Dampfbad und mehrere Relaxräume auf den Gast. Alle mit Panoramablick in die Leoganger Bergwelt versteht sich. Wer ein wenig Animation im Urlaub benötigt, der wird mit Yoga, Blackroll-Training, Balance Swing auf dem Trampolin und Wanderkursen auf Trap gehalten.

Und wer die Einsamkeit liebt oder einfach nur auf knisternde Romantik steht, für den gibt es das ganze Entspannungsprogramm aus Jacuzzi, Sauna und Massage auch in der 2er-Variante ganz ohne ungebetene Hausgäste, denn schließlich leistet sich die Forsthofalm den SPA-Bereich gleich doppelt. Hier oben, weitab von nervigen Nachbarn, aufbrausendem Straßenlärm und stampfender Partymusik, kann man ordentlich runterkommen. Wobei so ganz weit weg vom Event-Trubel ist man dann doch nicht, denn schließlich trifft sich die Biker-Szene dieses Wochenende zum OUT OF BOUNDS Festival und dafür brauche ich lediglich den kleinen Almhügel hochzuklettern, um den Stars der Szene beim Downhill-Racing zuzuschauen.

Ein letzter Tag, eine letzte Tour und die führt mich ins 7 Kilometer entfernte Nachbarsstädtchen Saalfelden, welches direkt am Steinernen Meer liegt. Vom Wanderparkplatz Bachwinkl führt der 90-minütige Aufstieg (offiziell 2,5 Stunden) hinauf zur allseits beliebten Peter Wiechenthaler Hütte, die prachtvoll auf einem Hügel auf 1.700 Metern Höhe thront und ordentlich mit Aussicht auf Sommerstein, Schönegg und Wurmkopf klotzt.

Etwa 2/3 der Strecke müht man sich stetig bergauf durch ein langgestrecktes Waldstück, bevor man im oberen Drittel komplett der Sonne ausgesetzt ist. Doch wie gesagt: „Nothing else, außer Aussicht matters“ und da wird man bei Ankunft im bewirteten Hüttenbereich reichlich entlohnt. Eine Wanderin wirft mir noch ein: „Probiere unbedingt die Bananen-Jogurt-Torte“ zu, bevor sie selbige wieder abtrainiert und auf einem der zahlreichen Klettersteige verschwindet.

Und da ich weiß, wie wichtig Empfehlungsmarketing in der heutigen Zeit ist, bestelle ich ohne zu zögern die ausgezeichnete Torte und schließe mich direkt mit dieser Hommage an die wunderbare Forsthofalm in Leogang an.

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung des Holzhotel Forsthofalm in Leogang und der wunderbaren Organisation der Kollegen von Stromberger PR.

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