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Viktoria Alpine SPA Resort, Meran

Wenn du 7 Kilometer vor dem Ziel plötzlich in eine Vollsperrung auf einer tief verschneiten Bergstraße gerätst, ein paar ignorante Autofahrer auch noch die Gegenfahrbahn blockieren und dir langsam der Hintern unter dem Sitz wegfriert, dich 50 Minuten später aber ein gerolltes Iberico-Schwein vom fürstlich dekorierten Teller angrinst, dann bist du entweder im Himmel oder direkt im Hotel Viktoria in Hafling bei Meran gelandet.

„Lassen sie alles stehen und liegen, ihr Zimmer kann warten, das tolle Dinner-Menü leider nicht“ empfängt der freundliche Thomas die Nachzügler an der Rezeption und schickt mich direkt ins Hotelrestaurant, wo ich bereits sehnlichst erwartet werde. Allerdings kann ich mir ein erstes Foto des sagenhaft schönen Empfangsbereichs dann doch nicht verkneifen, wo Kristalle wie Eistropfen von der Decke fallen und ein Ensemble aus Couchen, Sesseln und Barhockern beleuchten.

Hier schlägt eindeutig das Herz der Viktoria, denn neben dem Absacker an der Bar, gibt es den Kamin zum Aufwärmen, die Bibliothek zum Schmökern und die Panoramaterrasse für den Ausblick. Nach der Optik folgt der Geschmacksnerv und da wären wir auch schon wieder beim schwungvoll angepriesenen Iberico Schwein, welches von einem Schaumsüppchen-Traum aus Karotte und Kokos eingeführt und mit einem Erdbeer-Vanilleeis-Cookie-Crumble-Dessert abgelöscht wird.

Danach geht es endlich auf die 40 m² große Mountain Living Suite im 3. Obergeschoss, die vor nicht einmal 1 Jahr fertiggestellt wurde. Und da kann ich nur „wow“ sagen, denn das alpine Design begeistert mich sofort und man spürt förmlich die Wertigkeit der verwendeten Materialien und Möbel.

Zudem hat man die Bereiche Ankleide, Bad, Toilette, Schlafen, Living und Südbalkon so geschickt voneinander getrennt, dass man glaubt ein ganzes Apartment zu bewohnen. Ich lasse mich auf das große Boxspringbett fallen, checke ein letztes Mal den morgigen Wetterbericht und bin in weniger als 3 Minuten eingeschlafen.

Nach dem ausgezeichneten Frühstück, fährt mich der Chef selbst, Manfred Platzer, direkt zum Lift der Umlaufbahn Falzeben, dem Tor zum Skigebiet Meran 2000. Mit unbegründeter Skepsis habe ich bisher immer einen Bogen um das kleine Juwel über den Hügeln von Meran gemacht und mich an der Sellaronda oder Seiser Alm abgearbeitet.

Eindeutig ein Fehler, denn die 40 Pistenkilometer verteilen sich auf die vier Berggipfel Kesselberg, Mittager, Kuhleiten und Piffinger Köpfl und pendeln auf einer Höhe zwischen 1.600 und 2.300 Metern. Und das Beste: Hier ist fast nichts los! Keine Warteschlangen an den Skiliften, ausgezeichnete Schnee-Bedingungen (es gab Neuschnee über Nacht) und ein Traumpanorama bis hin zum Ortler. Das macht so viel Spaß, dass ich die heißgeliebte Hüttenkultur ganz außer Acht lasse und mich voll auf die Pistengaudi konzentriere. Einzig die Sessellifte schreien dringend nach Ersatz, da sie dir beim Einstieg erst die Kniekehle rasieren, um anschließend im Schildkrötentempo übers Schneefeld zu ziehen.

Aber hey, dafür sind 33 € (für die 4-Stunden-Karte) ein mehr als fairer Preis, wenn man das mal mit den Konditionen im amerikanischen Vail vergleicht. Übrigens eignet sich das Gebiet auch wunderbar zum Schneewandern, da nahezu alle Trails präpariert sind und ein herrliches Bergpanorama bieten.

Mit Schwung und bester Laune empfängt mich anschließend Hotelchefin Valeria Platzer in der Kamin-Lounge und erzählt von großen Plänen und Visionen, die sie für das Hotel Viktoria zuletzt umsetzt hat. „Am liebsten würde ich unseren zahlreichen Stammgästen jedes Jahr ein neues Highlight präsentieren“ strahlt eine leidenschaftliche Hotelbesitzerin und erzählt vom neuen Saunahaus „WaldSPA“, welches im Dezember eingeweiht wurde.

Den Gast erwartet nicht weniger als eine 40 m² große Eventsauna, ein Bio-Kräuter-Dampfbad, eine Infrarot-Lounge sowie zahlreiche Entspannungsräume, die wunderbar zum neuen 25m langen Outdoor-Infinity-Pool passen, welcher natürlich ganzjährig beheizt ist. Leider liegt der Naturbadeteich gerade unter einer meterdicken Schneedecke, sonst hätte ich den sicherlich auch noch ausgetestet.

„Ich muss also unbedingt im Sommer wiederkommen“ meint Valeria Platzer und zieht schon wieder die nächsten Umbaupläne aus ihrer geistigen Schublade. Noch mehr Wellness, noch mehr Waldatmosphäre, noch mehr Parkfläche für die Gäste, für die sie rund um die Uhr förmlich alles gibt.

Wie übrigens die ganze Familie, denn nicht nur Valeria und Manfred Platzer sind allzeit präsent, sondern auch die drei Kinder samt Schwiegertochter des Ältesten, die sich mal eben für den SPA-Bereich verantwortlich zeichnet. Trotz der Größe von 55 Zimmern und der Weitläufigkeit der Wellness-Anlagen, ist das Viktoria am Ende ein sehr persönliches Familien-Hotel, in dem man sich von der ersten Sekunde an wohlfühlt und sich als Teil der Familie sieht. Und was macht die Familie an einem so prächtigen Sonntag? Na, sie geht gemeinsam auf die Piste, denn ansonsten würde Valeria Platzer ja nie zum Skifahren kommen.

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung des Viktoria Alpine SPA Resort in Hafling bei Meran.

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