Instant Search

Bali, Indonesien

Das erste was du auf Bali brauchst ist ein gutes, nein eigentlich, ein überragendes Hotel. Meine Wahl fällt auf das Ayana Resort & Spa am Südzipfel der Insel. Zimmer, Ambiente, Lage, hier ist alles perfekt. Ein Golfcart fährt dich auf Wunsch zum eigenen Sandstrand. Ob du ins Wasser darfst, signalisiert dir allerdings eine Flagge, denn Brandung und Windverhältnisse machen ein baden im Meer zur reinen Glückssache.

Mir ist es in sieben Tagen zweimal gelungen. Doch das eigentliche Highlight der Anlage ist die Rock Bar, ein Beach-Club der über einer Klippe in den Fels gehauen wurde.

Rockbar_Ayana_Resort_Bali_turnagain

Und während die Tagesbesucher artig warten, bis ein Platz zum Sundowner frei wird, sitze ich bereits mit dem Ayana House-Cocktail an der Bar und verzehre mich an den letzten Atemzügen des Tages. Danach geht´s rüber ins beste Seafood Restaurant Balis. Sagt zumindest irgendeine Jury und da möchte ich mal nicht den Spielverderber spielen.

Bali ist für Reisende perfekt, die ein paar Tage am Meer mit spannenden Ausflügen kombinieren wollen. Nach Singapur und Java, ist Bali die dritte Station auf meiner Reise und gleichzeitig der perfekte Ausklang. Den Gedanken an einen eigenen Mietwagen beerdige ich bereits kurz nach der Landung in Denpasar. Selten so ein Chaos aus Lastern, Autos, knatternden Kisten (wahrscheinlich Mofas) und Tieren gesehen. Keinen Meter werde ich hier fahren und so nimmt man sich für 50 $ am Tag einen privaten Chauffeur, der dich mit klimatisierter Limousine stilgerecht zu den Höhepunkten Balis führt.

Ubud_turnagain

Das Beste zuerst und so führt die Straße unweigerlich ins kulturelle Herz von Ubud. Doch es ist nicht einfach eine Straße, sondern vielmehr eine Aneinanderreihung von Tempeln und Statuen. So etwas habe ich noch nicht gesehen und mein armer Fahrer kommt aus dem halten, anfahren, halten nicht mehr raus. Ein Palast eindrucksvoller als der vorherige. Manche verfallen und verlassen, andere aktiv und mit Opfergaben übersäht. Die Götterwelt Indonesiens ist hier live und wahrhaftig spürbar. In der Stadt selbst trifft man auf eine bunte Mischung aus Rucksackreisenden, Straßenverkäufern und Seelebaumelnden.

Ubud_Bali_turnagain

Das Ganze gleicht einer Künstlerkolonie aus Galerien, schicken Restaurants und auch Hotels. Zum Erkunden ist Ubud perfekt, liegen doch alle zentralen Sehenswürdigkeiten an der Jalan Raya Ubud. Auch wenn es nicht auf Road endet ist es eine. Unbedingt sollte man sich die Residenz der Fürstenfamilie, Puri Saren, anschauen. Hier finden am Abend fast immer irgendwelche Volkstänze und Darbietungen statt. Richtig schön kitschig, aber so wollen wir es ja auch.

Monkey_Forest_Ubud_turnagain

Wer es mystisch mag, dem sei der Affenwald, am südlichen Ende der Stadt empfohlen. Hier schlendert man inmitten von riesigen Banyan Trees durch einen verwunschenen Märchenwald. Überall segeln kleine bis mittelgroße Affen an dir vorbei oder kauern zum Fotoshooting auf den Tempelresten des Dalem Agung Padang. Ganz traue ich den niedlichen Gesellen ja nicht über den Weg. Ein Lächeln jedenfalls sieht anders aus.

Die Umgebung von Ubud ist geprägt von Reisfeldern- und Terrassen, genau die Landschaft, die man aus Bildbänden und Reiseführern kennt. Hier liegt auch das berühmte Hanging Gardens of Bali Hotel. Die zwei Infinity Pools sind ein Gedicht.

Andre_Gebel_Bali_Indonesien_turnagain

Räumen wir jetzt aber mit einem großen Missverständnis auf.  Pura Tanah Lot, ein kleiner Tempel auf einem Felsen im Meer. Ein Bild, dem du auf Bali gar nicht entgehen kannst. Es ist auf jeder Postkarte und Bestandteil jeder Tour. Ich musste natürlich auch hin, doch dieser Ansturm an Touristen hat mich schier umgehauen. Von Genuss und menschenfreien Fotos weit entfernt, war ich froh, wieder im Auto zu sitzen. Wenn es nicht auf eurer Bucket-List steht, dann spart es euch.

Denn es gibt mit dem Hindu-Tempel Pura Besakih eine lohnende Alternative.

Pura_Besakih_Bali_turnagain

Der Fahrer entlässt mich mit der Warnung, bloß keinem der selbsternannten Guides auf den Leim zu gehen. Dieses Vorhaben hält keine fünf Minuten, dann ist Michael, typisch indonesischer Name, an meiner Seite und führt mich über die beeindruckende Tempelanlage. Auf dem Weg lerne ich per Zufall auch seine Familie kennen, die Postkarten, Schals und lustige Schnitzereien verkaufen. Aber was macht man nicht alles um stilecht die heiligste der balinesischen Sakralanlagen zu besichtigen. Die liegt immerhin auf 950 Metern und so hält sich hier oben auch gerne mal die eine oder andere Regenwolke. Über 60 Einzelbauwerke verteilen sich auf sieben übereinander gestaffelten Terrassen.

Zum Schluss noch die Aufklärung, ob man denn die berühmten Strände Kuta Beach und Legian Beach gesehen haben muss. Mein Tipp: Nehmt euch ein Taxi, bummelt ein wenig durch die Gassen mit ihren Galerien, genießt ein Lunch im coolen KuDeTa Beach Club und dann verzieht euch wieder ins schöne Ayana Resort. Der Sonnenuntergang wartet schließlich.

Ayana_Resort_Bali_turnagain

Noch mehr Indonesien findet ihr in meinem Bericht über die Nachbarinsel Java.

Suggested Posts

Key West, Florida
Denali Nationalpark, Alaska
Homer, Alaska

One comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.