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Madrid, Spanien

Trotz des Generalstreiks herrscht von Chaos keine Spur. Das hat eher was von „I am Legend“ hier am Münchner Flughafen. Nur zwei Sicherheitsschleusen fertigen die paar verlorenen Seelen ab. Das sind fast ausschließlich FC Bayern Fans, denn die einzige Maschine, die heute Morgen MUC verlässt, ist die Lufthansa nach Madrid. Sicherlich dank Olli Kahn, dem alten Streikbrecher, der nur zwei Reihen vor mir sitzt.

Die spanische Hauptstadt hat für mich eine besondere Bedeutung. Beruflich war ich einst oft hier und habe die Kombination aus „extrem wichtigen Strategie-Meetings“ mit Tapas und Vino genossen. Heute ist wieder ein wichtiges Spiel. Diesmal nicht Real sondern Atlético. Doch vor dem Spiel mache ich eine Zeitreise zu all den großartigen Orten dieser Stadt, deren Bedeutung mir für immer erhalten bleibt. Fangen wir doch mit einem 2. Frühstück an. Da gibt es für mich nur eins – La Mallorquina direkt an der Puerta del Sol.

La_Mallorquina_Madrid_turnagain

Das Café existiert seit über 100 Jahren und ist so authentisch schmucklos, dass es fast schon wieder Spaß macht. Die Torteles de Marzapan und Napolitana de Chocolate sind mit das Beste, was je meinen Gaumen erreicht hat und da ist schon Vieles angekommen. Wer lieber direkt auf Tapas und Rioja setzt, der wird im Mercado de San Miguel bestens versorgt. Die kleine Markthalle ist kulinarisch den Touristenklitschen auf dem Plaza Mayor vorzuziehen. Dafür treffe ich hier FCB-Maskottchen Berni, der eine Delegation aus Bayern-Fans auf „Stern des Südens“ trimmt.

Berni_Andre_gebel_turnagain_madrid

Noch ist Zeit und so geht es erstmal zum Königspalast, dem Palacio Real. Eine Führung kann nicht schaden, da man ansonsten wie eine Fliege am Gitter vor dem Haupttor klebt.

Palacio_Real_Madrid_turnagain

Direkt gegenüber befindet sich die Almudena Kathedrale, die erst 1993 fertiggestellt und von Papst Johannes Paul II eingeweiht wurde. Ein mächtiger Säulengang und die bunte Deckenvertäfelung im Pop-Art Stil, hat mir extrem gut gefallen. Mal was Anderes.

Catedral_Madrid_turnagain

Entlang der Prachtstraße Gran Via, mit ihren beeindruckenden Wohn- und Geschäftshäusern, geht es zu einer weiteren Institution. Das Lhardy ist eigentlich ein gehobenes Restaurant, aber das interessiert mich eigentlich null. Viel imposanter sind die feinen Kuchen und Kekse aus Marzipan. Dazu bedient man sich an der Sherry-Bar und lässt den Tag genüsslich dahin gleiten.

Lhardy_Madrid_turnagain

Vorbei an den Bars und Restaurants der Altstadt geht es zum Prado. Riesen-Museum für das ich glatt ne Stunde gebraucht habe. Mir schon klar, dass da andere drin übernachten. Eigentlich wollte ich ja nur auf die Toilette, da mir eine Taube aus 8 Metern voll auf die neuen Treter geschissen hat. Der Ausdruck ist bewusst gewählt!

Retiro_Park_turnagain

Ein absolutes Highlight ist der Retiro-Park, das grüne Herz der Stadt. Im Norden wundervoll manikürt, im Süden etwas wilder, ist er perfekt zum joggen, spazieren oder einfach nur sonnen. Bin hier mal auf einer Parkbank eingenickt und als Toastbrot zurückgekehrt. Besonders möchte ich euch das Säulenmonument Monumento Alfonso XII und das „Gewächshaus“ Palacio de Cristal and Herz legen.

Madrid_Retiro_turnagain_Spanien

Wer noch Kohle hat, wird sie schnell in den Gassen des eleganten Stadtviertels Salamanca los. Hier haben sich sämtliche Designer-Label und Nobelrestaurants niedergelassen.

Es gibt noch unzählige Lieblingsplätze, aber ich bin ja nicht zum Spaß hier. Das Estadio Vicente Calderón kocht über. Was für eine grandiose Atmosphäre! War schon oft im Bernabéu, aber das setzt dem Ganzen noch die Krone auf. Adios Amigos, Adios Madrid.

Estadio_Vicente_Calderon_Madrid_turnagain

Mehr Spanien gibt es in meinem Städtetrip ins wunderschöne Valencia.

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