Instant Search

Sydney, Australien

Wenn dich in Neuseeland der Wetter-Frust erwischt, dann ist Syd the place to be! So erging es mir jedenfalls nach 8 Tagen Regen, Niesel und Fiesel. Das hält auf die Dauer kein Schaf aus und so wurde mal wieder der Flugplan geändert, um vorab im 30 Grad warmen Sydney zu landen.

Eins vorab. Neutral wird das jetzt nicht, denn ich liebe die australische Metropole. Für mich hat sie den richtigen Mix aus lässigen Bauten, coolen Restaurants und Beachlife in der City. Wer zudem das Glück hatte, einmal Silvester hier erleben zu dürfen, der lacht sich über unsere Böllermentalität nur schlapp. Doch der Reihe nach. Wir treffen uns in den Royal Botanic Gardens, dem größten Park der Stadt. Was künstlich klingt, ist wirklich eine tropische Oase die ihresgleichen sucht. Riesige, schattenspendende Bäume werden von weißen Kakadus und fliegenden Hunden umzirkelt. Dazu stimmen perfekte Wiesen, Seen und die unmittelbare Lage am Hafen schon mal auf den Way of Life in Down Under ein.

Royal_Botanic_Gardens_Sydney_turnagain

Eigentlich finde ich Parks immer langweilig, aber der hier bietet für Fotografen unzählige Motive. Danach will ich mich jedoch nicht länger auf die Folter spannen. Ab zum Sydney Opera House. Diese futuristische Muschel ist natürlich das Highlight der Stadt und gehört seit 2007 zum UNESCO Kulturerbe. Insgesamt beherbergt der Komplex 5 Theatersäle. Ich selbst habe mir den größten gegönnt und die Silvester-Gala angesehen. Das ist wirklich mein Tipp für euch Leute, denn von hier hat man den besten Blick aufs Feuerwerk an der Sydney Harbour Bridge und braucht dafür nicht mal die üblichen 10 Stunden ansitzen. Also einfach mal Tickets für eine der zahllosen Veranstaltungen buchen und den Komplex von Innen genießen.

Sydney_Opera_turnagain

Über das Hafenbecken Circular Quay erreicht man das historische Hafenviertel The Rocks. Hier entstand aus der ehemaligen Sträflingskolonie die heutige Weltstadt. Macht definitiv Spaß über das Kopfsteinpflaster der alten Straßen zu schlendern, vorbei an restaurierten Shops, Galerien, Pubs und Restaurants. Wer dann richtig gediegen shoppen will, der kann direkt auf der George Street weitermachen und bis zum viktorianischen Queen Victoria Building durchgehen. Die Australier zeigen, wie man eine Shopping-Mall elegant in Szene setzt. Doch zum Einkaufen bin ich wirklich nicht hier und deshalb gebe ich mir jetzt die Brücke. Als alter Schwindeltraumatiker verzichte ich jedoch auf den Bridge Climb, der ein angeseiltes Vergnügen auf den oberen Streben verspricht. Aber mal rüberlaufen schaffe ich dann schon. Und es lohnt sich, denn der Blick auf den Hafen samt Oper ist wirklich grandios. Und richtig toll und ungesehen, wird es dann auf der anderen Seite im Luna Park.

Sydney_Harbour_Bridge_turnagain

Der Vergnügungspark hat zwar maximal Medium-Level, bietet aber am Milsons Point diesen tollen Blick auf die Skyline. Den Rückweg nehme ich ganz elegant mit der Fähre und lass mich direkt nach Darling Harbour bringen. Hier geht es nahtlos weiter mit netten Restaurants, Theatern und Einkaufsmöglichkeiten. Man hat den Eindruck, dass Sydney sich wirklich dem Vergnügen verschrieben hat. Leider haben sie die Monorail 2013 geschlossen und abgebaut. Das war schon ein kleiner Hingucker, wie der futuristische Zug auf den Hochschienen durch die Stadt schaukelte. Doch jetzt wird es Zeit für den Blick von ganz oben. Es geht auf den 309 Meter hohen Sydney Tower, von dem man die 4,6 Millionen-Einwohner-Stadt ganz gut im Blick hat, auch wenn die Aussichtsplattform natürlich nur auf 250 Metern residiert. Unnötig zu sagen, dass morgens oder abends die beste Zeit für Snapshots ist.

turnagain_Sydney_tower

Und überhaupt die Strände. Sydney lebt von seinen Vororten, wo sich die Reichen und Schönen zum Surfen und Chillen verabreden. Manly ist nett und entspannt und deshalb wohl besonders bei Surfern beliebt. Bondi ist dagegen „hot“. Auch hier wird mehr gesurft als gebadet, da oft ein frischer Wind bläst. Dafür findet man den perfekten Laufsteg für Badebekleidung aller Art. Also ab an den Beach, chillen und lästern.

Bondi_Beach_turnagain

Für den Abend empfehle ich euch einen Ausflug zur Watsons Bay. Mit dem Taxi oder Bus ist die etwas exponierte Location gut zu erreichen. Hotspot ist der Klassiker Doyles on the Beach. Australiens ältestes Fischrestaurant liegt direkt am Strand und bietet einen Ausblick auf schaukelnde Yachten vor der fernen Silhouette der Großstadt. Ganz ehrlich, den Sundowner kann man kaum besser inszenieren.

Doyles_Sydney_Turnagain

Wem das alles zu viel Stadt ist, der sollte einen Ausflug in die Blue Mountains machen. Mit dem Auto sind es etwa 90 Minuten und man überblickt das „blaue“ Eukalyptustal des Jamison Valley. In der Nebensaison macht es wirklich Spaß ein paar der Trails zu Wasserfällen und den unvermeidlichen „Three Sisters“ zu meistern. Leider ist die Nähe zur Metropole auch gleichzeitig die Krux am Ausflug. Gerade die Main Attractions werden mittlerweile von Touristen geflutet.

Three_Sisters_Blue_Mountains_turnagain

Da hilft schon mal die eine oder andere Übernachtung in Katoomba, Leura oder Wentworth Falls. So entgeht man zumindest den ganzen Tagestouristen. Und wem am Ende der Welt plötzlich das Heimweh übermannt, dem sei die Bakery & Patisserie Schwarz in Wentworth Falls empfohlen. Das klingt nicht nur deutsch, das ist auch verdammt gutes deutsches Backwerk. Der Mohnstriezel, mmmh…

andre_gebel_sydney_opera_turnagain

Hier findet ihr meinen Bericht über das Nachbarland Neuseeland und den Mount Cook.

Suggested Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.